Offenbach plant Sanierung des Deutschen Ledermuseums mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit

Offenbach plant Sanierung des Deutschen Ledermuseums mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
Offenbach plant Sanierung des Deutschen Ledermuseums mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit | Bild: Stadt Offenbach am Main / CC BY-SA 2.0

Der Magistrat der Stadt Offenbach hat die Weichen für die weitere Planung der Sanierung des Deutschen Ledermuseums gestellt. Grundlage des Grundsatzbeschlusses ist der Siegerentwurf des kürzlich abgeschlossenen Architekturwettbewerbs. Die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung am 12. Februar 2026.

Beschluss und Finanzierung

Nach Angaben der Stadt soll die Planung des Museumsvorhabens fortgeführt werden, um die Voraussetzungen für beantragte Fördermittel von Bund und Land zu sichern. Die Verwaltung rechnet derzeit mit Investitionskosten in Höhe von 42,6 Millionen Euro. Für das Projekt wurden beim Bund Fördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro beantragt. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke machte deutlich, dass die städtische Entscheidung notwendig sei, damit diese Bundesmittel nicht verfallen.

Die Gespräche über eine finanzielle Beteiligung des Landes Hessen laufen nach Aussage der Stadt noch. Die Ausgaben im städtischen Haushalt seien gedeckelt. Über die finale Realisierung und die konkrete Bauausführung entscheidet die Stadtverordnetenversammlung in einem weiteren Beschluss, sobald die erforderlichen Planungsunterlagen vorlägen.

Planer, Wettbewerb und Zeitplan

Den Wettbewerb gewannen die Büros Rustler Schriever Architekten und Levin Monsigny Landschaftsarchitekten. Beide Büros sollen das Entwurfskonzept aus dem Wettbewerb weiterführen. Die Stadt nennt als Ziel, mit dem jetzt gefassten Beschluss im Zeitplan zu bleiben und die Voraussetzungen für die Fördermittel zu erhalten.

Zum Umfang des Projekts gehört neben der Sanierung des Museums auch die Neukonzeption des vorgelagerten Platzes des 8. Mai 1945. Über den genauen Zeitplan für die Umsetzung gab die Stadt noch keine detaillierten Angaben.

Sanierungsschwerpunkte und Nachhaltigkeit

Geplant ist eine grundlegende bauliche und inhaltliche Erneuerung des Museums. Kernpunkte sind eine energetische Sanierung des Gebäudes, eine bessere Zugänglichkeit für Besucherinnen und Besucher sowie eine überarbeitete Besucherführung. Die Stadt betont zugleich Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung über den gesamten Lebenszyklus des Projekts.

Paul Gerhard Weiß, in der Verwaltung zuständig für Planung und Bau, erklärte, die Planungen würden so ausgerichtet, dass Gebäude ressourcenschonend errichtet und energieeffizient betrieben werden können. Die Verwaltung strebe eine Zertifizierung nach dem System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an, um die Nachhaltigkeitsziele zu dokumentieren.

Oberbürgermeister Schwenke verwies auf die Bedeutung des Museums für die Region und die lokale Tradition als Lederstadt. Er erwartet, dass Sanierung und Neukonzeption eine positive Wirkung auf die unmittelbare Umgebung haben werden. Gleichzeitig stellte er klar, dass angesichts der finanziellen Möglichkeiten der Stadt kein aufwändiges Prestigeprojekt geplant sei.

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